Jecke Kontrolle im Virtual Rathaus bis Aschermittwoch

Bericht zu Weiberfastnacht und Rathaussturm vom 28.02.2019


Virtuelles Rathaus in Voerde - das war der Plan unseres Bürgermeisters Dirk Haarmann, um sich auch während der närrischen Tage die Macht zu sichern und die jecken Damen beim Rathaussturm zu verunsichern. Die Verwaltung setzte mit der Erschaffung ihrer Virtual-Reality-Traumwelt auf Tarnen und Täuschen. In der Hoffnung, dass die Voerder Möhnen völlig verwirrt das Feld räumen, empfingen Bürgermeister und Rathauspersonal den jecken Hofstaat ein wenig verpixelt und leicht verschwommen. Auch die Eingänge zu den Räumen waren hinter Fototapeten versteckt, so dass die

Wandflächen einen komplett zugemauerten Eindruck erwecken sollten. 

 

Vielleicht sollten die Karnevalisten total orientierungslos zurück gelassen werden. Sogar Dezernent Wilfried Limke machte den Voerder Möhnen ein außergewöhnliches Angebot. Er würde - mit dem planmäßigen Ende seiner Dienstzeit - den Rheinpegel auf dem Rathausplatz demontieren und der Stadt Voerde ihre weithin sichtbare Landmarke entziehen.

 

Die Voerder Narrenschar erweist sich jedoch als unbestechlich - in verschiedenen Farben, aber in der Sache vereint ließen sich die jecken Damen überhaupt nicht aus dem Konzept bringen. Pia Awater vom MGV Eintracht Spellen hatte zusammen mit Prinzessin Meike I und der VKV-Delegation den Rathausschlüssel fest ins Visier genommen. Mit Unterstützung von Nispa-Belegschaft und Volksbank-Damen gingen die Jecken kurzerhand durch die Wand (glücklicherweise nicht durch die dahinterliegende Glastür), zerlegten die Fototapete in ihre Einzelteile und gelangten ohne Eingabe von Passwort und Zahlenkombinationen an den Rathausschlüssel.

 

Da blieb Bürgermeister Dirk Haarmann nichts anderes übrig, seine Firewall auf den Prüfstand zu stellen und den Widerstand gegen den närrischen Virus aufzugeben. Während dem Rathaus ab sofort eine Zwangspause verordnet ist, fahren die Systeme der jecken Gemeinde während des Karnevalszuges auf hundert Prozent Auslastung hoch.  

 

Zumindest eine gute Nachricht konnten die Jecken unserem Bürgermeister überbringen - das närrische Programm ist so eingerichtet, dass es sich pünktlich zu Aschermittwoch abschaltet und sämtliche Anwenderprozesse nach der fünften Jahreszeit wieder für die Verwaltung freigibt. Darauf ein dreifaches Voerde & Spellen helau!

 

Echte Karnevalisten vor dem virtuellen Rathaus (Foto: Kai Kolodziej)
Verpixelt: Bürgermeister Dirk Haarmann ohne Schlüsselgewalt - Foto: Kai Kolodziej
Erfolgreich in das virtuelle Rathaus eingedrungen - die Belegschaften zweier benachbarter Kreditinstitute - Foto: Mark Sarres
Die jecken Senioren der Lebenshilfe beim Voerder Rathaussturm - Foto: Mark Sarres

Bildergalerie und Presseberichte zur Weiberfastnacht

Der Rathaussturm 2019: Kai Kolodziej hat uns mehrere Bilder zur Verfügung gestellt, die wir in unserer Fotogalerie veröffentlicht haben. Die Zeitungsartikel sind ebenfalls online gestellt.